Luise von Sachsen-Coburg-Gotha

    Luise von Sachsen-Coburg-Gotha

    Herzog Ernst von Sachsen-Coburg ging im Jahre 1817 eine Ehe mit der weitaus jüngeren, gerade mal 17-jährigen Luise von Sachsen-Gotha-Altenburg ein, um Gotha bei Sachsen-Coburg zu halten. Luise gebar zwei Söhne Ernst und Albert. Albert von Sachsen-Coburg ehelichte später Prinzessin Victoria von England, die spätere Königin von England.

    Die Ehe von Ernst und Luise war nicht von langer Dauer. Ernst von Sachsen-Coburg verstieß Luise und veranlasste die Scheidung. Er wies der Herzogin St. Wendel als Wohn- und Residenzort zu.

    Luise heiratete daraufhin den früheren Stallmeister Maximilian von Hanstein, mittlerweile Graf von Pölzig und Beyersdorf. Doch auch dieses Glück währte nicht lange. Luise erkrankte und starb bei einer Operation in Paris.

    Es sollte lange dauern, bis ihr Leichnam eine endgültige Ruhestätte fand. Da zwischen ihren ehemaligen Ehegatten ein Streit um den Nachlass entbrannte, ließ Graf von Pölzig die Leiche entführen und sie wurde längere Zeit in St. Wendel in einer Wohnung aufbewahrt. Danach sollte sie in einer evangelischen Kirche des Fürstentums beigesetzt werden. Pfarrer Hepp, der zu Lebzeiten von Luise ihr enger Vertrauter war, erklärte sich bereit die Herzogin in seiner Kirche in Pfeffelbach zu bestatten, wie er es ihr einmal versprochen hatte.

    13 Jahre ruhte der Leichnam unter der Pfeffelbach Kanzel. Dann wurden sich ihre Verwandten bewusst, dass auch dies keine würdige Stätte für die sterblichen Überreste der Stammmutter des englischen Königshauses war. Gegen eine Zahlung an die Pfeffelbacher gaben diese den Leichnam heraus und er wurde schließlich in der Gruft der Ahnen zu Gotha beigesetzt.