Komitee für deutsch-amerikanische Freunschaft

Mitglieder des Komitees für deutsch-amerikanische Freundschaft Baumholder

Bernd Mai wird Vorsitzender des neu gegründeten Komitees für deutsch-amerikanische Freundschaft in Baumholder

Vorne rechts der neue Vorsitzende des Komitees Bernd Mai und neben ihm der zweite Vorsitzende Michael Röhrig. Dabei alle Angehörige des neuen Gremiums.

Baumholder. „Dieses Gremium ist seit mehr als 40 Jahren überfällig“, sagt der frischgewählte Vorsitzende des deutsch-amerikanischen Freundschaftskomitees, Bernd Mai, bei der Gründungsversammlung am Montagabend im Alten Rathaus. Wo, wenn nicht in Baumholder, werde die deutsch-amerikanische Freundschaft gelebt? Da war sich Mai  mit den zwölf Männern und Frauen im Bürgermeister-Zimmer einig. Und noch in einem waren sich alle Beteiligten einig: :Wer, wenn nicht Mai, sollte dieses neue Gremium leiten? Schließlich war er es, der dank der regelmäßigen Besuche der Studenten der Ohio Wesleyan University (OWU) die ersten Kontakte zur heutigen Partnerstadt Delaware geknüpft hat. Außerdem arbeitet er für die amerikanischen Streitkräfte und ist darüber hinaus ein Aktivposten beim deutsch-amerikanischen Stammtisch, der sich jeden Mittwoch im Hotel Stern trifft. Dort ist auch Michael Röhrig aktiv.  Er übernimmt als Vertreter der Stadt den stellvertretenden Vorsitz im neuen Komitee.

„Ich bin total happy“, sagt Bürgermeister Günther Jung nach der gut einstündigen Versammlung. Nach einem ersten, unverbindlichem Treffen möglicher Komitee-Mitstreiter Ende 2016, sei es nun an der Zeit, „in die Pötte zu kommen“. Viel Arbeit liegt vor dem Gremium. „Ich gehe mal davon aus, dass jeder, der heute Abend hier ist, bereit ist, mitzuarbeiten“, sagte Jung. Und sah zustimmende Gesichter. Es soll aber nicht bei den zwölf Personen bleiben — jeder, der mitmachen will, sei willkommen.

Dabei betont Röhrig, dass es nicht nur um die Belebung der Partnerschaft mit Delaware gehe. Vielmehr sei die deutsch-amerikanische Freundschaft an sich das Thema. Der Stammtisch, das Projekt „Wir in Rheinland-Pfalz“ — „das gehört mit ins Paket“.  Dennoch richtet sich zunächst einmal der Fokus auf die Partnerschaft. Wenn das neue Regionalmuseum am 11. Mai eröffnet wird  — Jung: „An diesem Termin wird nicht mehr gerüttelt“ —, dann werden wohl auch Männer und Frauen aus der Partnerstadt in Baumholder sein. Röhrig geht derzeit von 15 Personen aus, will aber die genaue Anzahl noch erfragen. Das seien Offizielle von der Stadt, aber auch Veteranen oder Repräsentanten der Uni. Dazu Röhrig: „Sie werden im Mai unser Gast sein; das ist mit viel Arbeit verbunden, und das lässt sich nicht so einfach aus dem Ärmel schütteln“. Er will die Vereine mit ins Boot holen und gemeinsam mit dem neuen Gremium ein interessantes Programm für die Gäste organisieren. Das betont auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Bernd Alsfasser: „Wir brauchen ein Rahmenprogramm. Daher müssen wir uns fragen: Was wollen wir unseren Gästen zeigen? Und wie werden wir das finanzieren?“  Dabei stehe auch Geld vom Innenministerium zur Verfügung.

Für Röhrig ist die Gründung des Gremiums auch ein Signal nach Mainz: „Jetzt haben wir ein Komitee, das sich ausschließlich mit der deutsch-amerikanischen Freundschaft beschäftigt.“ Und auch Alsfasser beton, wie wichtig es sei, diese Freundschaft, die es in Baumholder schon seit Jahrzehnten gibt, nach außen zu präsentieren: „Je besser wir uns verkaufen, umso besser ist das auch für den US-Standort Baumholder.“

Untergebracht werden sollen die Gäste aus Delaware übrigens in Gastfamilien.  Darauf werde Wert gelegt, sagt Mai. Genau wie bei den regelmäßigen Besuchen der OWU-Fußballer in Baumholder. Aber alle Beteiligten sind zuversichtlich, dass Mai seine Kontakte nutzen kann. „Schließlich ist die ganze Partnerschaft aus der Fußball-Sache entstanden“, ruft es Röhrig in Erinnerung. Und um Fußball soll es unter anderem auch gehen, wenn in den Herbstferien eine Delegation aus Baumholder nach Delaware reist. Dazu Mai: „Am 3. Oktober spielen die OWU-Jungs zu Hause, am Tag der deutschen Einheit - symbolträchtiger geht es wohl nicht.“