Rückweiler übernimmt Jugendheim

    Die Ortsgemeinde Rückweiler übernimmt das Jugendheim von der Kirchengemeinde

    Rückweiler: Übernahme Jugendheim von Kirchengemeinde durch Ortsgemeinde

    Rückweiler. Das Jugendheim hat einen neuen Besitzer: Für 90.000 Euro erwarb die Ortsgemeinde Rückweiler die Immobilie und den angrenzenden Parkplatz von der katholischen Kirchengemeinde Herz-Jesu, die sich aus Kostengründen von dem Gebäude trennte. Nach zähen Verhandlungen fand am Wochenende symbolisch die Übergabe statt. Beide Seiten äußerten sich anschließend erleichtert über den gelungen Transfer.

    Für die Ortsgemeinde Rückweiler war der Erwerb des Jugendheims von großer Bedeutung: „Das Gebäude hat für die Menschen vor Ort und aus den umliegenden Heidedörfern aufgrund seiner Geschichte einen besonderen Stellenwert. Die Angehörigen der katholischen Kirchengemeinde Herz-Jesu, die die Dörfer Rückweiler, Rohrbach, Hahnweiler und Leitzweiler umfasst, haben nach dem Krieg viel Herzblut in den Bau gesteckt. Wir wollten verhindern, dass es in die falschen Hände gerät“, erläuterte Rückweilers Ortsbürgermeister Lutz Altekrüger bei der Übergabe.

    Historisch: Der Erwerb der Immobilie durch die Kommune erfolgte fast genau 70 nach der Einweihung des Gebäudes, das am 22. August 1948 unter den Namen Kolpinghaus erstmals seine Pforten öffnete. Das Jugendheim, wie es später umgetauft wurde, wird seit Jahrzehnten für kirchliche und kommunale Großveranstaltungen wie das Erntedankfest der Heidegemeinden und die Dorffastnacht genutzt. Auch private Feiern finden regelmäßig dort statt. Außerdem ist das Haus ein Treffpunkt für verschiedene Organisationen wie Kirchenchor, Musikverein oder die Seniorengruppe.

    An der Nutzung soll sich durch den Besitzerwechsel vorerst nichts ändern: „Es bleibt weiterhin ein Haus für alle“, betonte Altekrüger nach der symbolischen Schlüsselübergabe. So wurde der katholischen Kirchengemeinde und ihren Gruppierungen seitens der Ortsspitze ein Nutzungsrecht für die nächsten zehn Jahre eingeräumt. Die Kommune möchte das Jugendheim weiterhin primär als Dorfgemeinschaftshaus nutzen, das nach wie vor von einheimischen und auswärtigen Bürgern für unterschiedliche Anlässe gemietet werden kann. Über eine mögliche Erweiterung, Sanierung und Namensänderung soll in den kommenden Wochen im Gemeinderat diskutiert werden.

    Die Erleichterung über den erfolgreichen Abschluss des Geschäfts stand den Verhandlungsteilnehmern ins Gesicht geschrieben. Sowohl Vertreter der Kirchengemeinde als auch des Rückweilerer Gemeinderats berichteten von „zähen Verhandlungen“. Knapp zwei Jahre wurde beraten und gefeilscht. Ein erstes Angebot der Kommune in Höhe von 70.000 Euro hatte das Bistum Trier abgelehnt, um später einem verbesserten Preisvorschlag von 90.000 Euro zuzustimmen.

    Den Erlös möchte die Kirchengemeinde in Projekte vor Ort investieren, berichtet Kerstin Müller, Vorsitzende des Kirchenverwaltungsrats. Dazu sind aber zunächst Gespräche mit dem Bistum Trier nötig. „Natürlich wollen wir, dass das Geld auch hier investiert wird. Baustellen gibt es genug. Ich denke da beispielsweise an eine Reparatur des Kirchdachs, des Mauerwerks oder des Glockenstuhls im Heidedom“, erläutert Müller weiter.

     

    Seit dem 01. September betreibt, verwaltet und vermietet die Ortsgemeinde das Haus.
    Ansprechpartner für alle Anfragen zum Dorfgemeinschaftshaus/Jugendheim sind der
    Ortsbürgermeister Lutz Altekrüger und der Hausmeister Marco Dreßen.

    Lutz Altekrüger
    Flurstraße 21
    55776 Rückweiler
    Tel.: 06789 - 2 36
    Mobil: 0160 721 31 55
    Email:

    Marco Dreßen
    Hauptstraße 13
    55776 Rückweiler
    Tel.: 0 67 89 - 13 68
    Mobil: 0163 771 37 17
    Email: