Frauenburg

Die Frauenburg gehört zur Ortsgemeinde Frauenberg. Die Burganlage wurde bereits im 13. Jahrhundert erbaut und diente dem Grafen von Sponheim zur Sicherung des Naheübergangs und ihrer abgelegenen Besitzungen. Bis 1330 wurde die Burg um- und ausgebaut und diente Gräfin Loretta von Sponheim als Witwensitz.

Die Frauenburg wurde bereits im 13. Jahrhundert errichtet, vielleicht auf Resten noch älterer Reste. Sie diente den Grafen von Sponheim zur Sicherung des Naheüberganges und ihrer abgelegenen Besitzungen.

Bis 1330 wurde die Burg um- und ausgebaut und diente Gräfin Lauretta von Sponheim als Witwensitz. Die Frauenburg war der Amtssitz des gleichnamigen sponheimischen Amtes und in der Folgezeit Sitz eines Amtmannes, auch wenn der seinen Geschäften nicht unbedingt von hier nachging.
Zum Amt gehörten die Dörfer Frauenberg, Nohen, Reichenbach, Hammerstein, der Hof Winnenberg und die im Übungsplatz aufgelassene Ortschaft Ausweiler. Die Amtmänner sind bis 1570 nachgewiesen, dann wurden die Aufgaben vom Birkenfelder Amtmann übernommen.

Über die weitere Geschichte der Burg ist wenig bekannt. Sicher wird sie immer wieder in schlimmen Zeiten, besonders im 30-jährigen Krieg der Bevölkerung als Zuflucht gedient haben.

Am 24. September 1673 wird die Burg von französischen Soldaten angegriffen und am nächsten Tag bis auf die Türme eingenommen, in denen sich die männliche Dorfbevölkerung erfolgreich gegen 300 - 400 Mann verteidigte.
Kurz nach 1800 wird die sicher schon verfallene Burg von der französischen Verwaltung versteigert und geht über mehrere Eigentümer schließlich in den Besitz des Landes Rheinland - Pfalz über.

Die Anlage beeindruckt auch als Ruine noch durch ihre starke Schildmauer zwischen dem Bergfried und einem zweiten, kleineren Turm. Über diesen gelangte man über die Mauer als alleinigen Zugang zum Bergfried mit seinen beiden Wohngeschossen und dem großen Raum darunter.
Durch diesen Raum führt der neue Zugang, nachdem in den Sockel eine Tür gebrochen wurde. Hier und von oben kann man die gewaltigen Mauern von 2,50 m Dicke erkennen.

Das Burgtor befand sich unterhalb des kleinen Turmes. Die Zufahrt kann man jenseits des Halsgrabens noch erkennen.
Zwischen Tor und Bach stehen noch Reste einer Kapelle, die neben den Burgbewohnern möglicherweise auch der Bevölkerung gedient hat.


Restaurierung der Frauenburg

Die Burg wurde von 2013 bis 2015 aufwändig restauriert. Projektleiter war Michael Porger von der Idar-Obersteiner Außenstelle des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB).
Die auf Denkmalpflege spezialisierten Weimarer Baufirma Preuß und Rätsch war im Einsatz, um das Mauerwerk von Burgfried, Schildmauer, Nebenturm und Außenmauern neu zu verfugen. Dabei wurden unter anderem Schlitze ins Mauerwerk eingefügt, um Fledermäusen weiterhin den Zugang zu den Türmen zu ermöglichen.

Wie umfangreich die Arbeiten waren zeigen folgende Zahlen:
2700 Quadratmeter Mauerwerk wurden saniert, 2400 Bohrungen vorgenommen, 300 Nadelanker und 42 Tonnen Injektionsgut verwendet. Das abgetragene und erneuere Material umfasst 230 Tonnen.

Insgesamt wurden für Planung, Gutachten, Material und Ausführungsarbeiten 1,4 Millionen Euro investiert. Dafür wird die historische Bausubstanz nun auf lange Sicht gesichter sein.

Die Burg wird nun am Abend beleuchtet. Der Zugang zu den Türmen ist aus Sicherheitsgründen nur bei einer Burgführung möglich.


        

   

 

Wiedereröffnung der Burg am 30. August 2015

Wiedereröffnung der Frauenburg Redner Dirk Schröter