Gegen alles ist ein Kraut gewachsen – Auf den Spuren der Heilkräfte der Natur

Gegen alles ist ein Kraut gewachsen – Auf den Spuren der Heilkräfte der Natur

Am 19. Juli fand die erste Kräuterwanderung dieses Jahres der Verbandsgemeinde Baumholder statt. Sie war der „Ersatz“ für den anberaumten Termin vom 17.Mai, der aus bekannten Gründen nicht wahrgenommen werden konnte.

Eine beachtliche Anzahl motivierter und interessierter Wanderer sammelte sich um halb zehn am Weiher.

Erfreulicherweise war die Gruppe diesmal bunt gemischt: Einzelne, Gruppen, Familien mit Kindern und Großeltern. Sechs Hunde rahmten das Bild ein und es entstand insgesamt ein familiärer Charakter.

Vanessa Zürrlein, die durch die Wanderung führte und Ernst Schmitz, zertifizierter Wanderführer der VG Baumholder, begrüßten die erwartungsvolle Schar am Eingangsportal zum Bärenbachpfad.

Die Wegstrecke führte an vielseiteigen Wiesen und Hecken entlang und die interessierten waren erstaunt, wie reichhaltig unser „Tisch“ gedeckt ist.

Frau Zürrlein konnte anhand von einigen Beispielen vermitteln, dass es nicht notwendig ist, in die Ferne zu schweifen, alles was wir an Kräuterkraft brauchen, wächst im jeweiligen Umfeld.

Am Beispiel der Brennnessel konnten die Wanderer erfahren, dass sie eine sehr vielseitig einsetzbare Pflanze ist. Als sogenanntes Super-Food liefert sie Eisen, Mineralstoffe und Vitamine. Verwertbar sind alle oberirdischen Teile. Im Frühjahr die jungen Triebe und später im Jahr die zarten oberen Enden als Spinat, Salat oder Suppe verarbeitet sind eine wahre Delikatesse. Die Samen hingegen werden wie die bekannten Chia-Samen verwendet und sind durch die darin enthaltenen Vitalstoffe eine echte Power-Nahrung. So wurden sie schon früher als Heilmittel gegen Erschöpfungszustände und Müdigkeit sehr geschätzt. Den Hormonähnlichen Pflanzenwirkstoffen werden wahre Wunder nachgesagt.

Als Tee wird die Brennnessel unter anderem für sogenannte Blutreinigungskuren verwendet.

Im Gartenbau wird diese Pflanze als Dünge- und Stärkungsmittel sowie zur Schädlingsbekämpfung gerne eingesetzt. Dies in unterschiedlichen Formen (z.B. als Tee oder Jauche)

Diesem Beispiel folgten viele andere: Dost, Odermenning, Mädesüß, Johanniskraut, Kamille, Gundermann, Schöllkraut, Schlangenknöterich, Schachtelhalm, (der schon in der Urzeit als riesige Wälder die Erde eroberte) das Labkraut, die verschiedenen Wegericharten, der Weißdorn…um nur ein paar der vielen Pflanzen zu nennen. Es war überaus kurzweilig, dem großen Wissensschatz von Vanessa Zürrlein zu folgen.

Zur großen Freude der „Kräuterhexe“ entdeckte sie eine Storchenschnabel-Art, die sehr selten geworden ist. Die Möglichkeit, am Ende der Wanderung im Gasthaus zum Stern einzukehren wurde von einigen wahrgenommen.

Ein großes Lob an alle Teilnehmer für ihr respektvolles Verhalten im Umgang mit der Natur!


Wer jetzt „Appetit“ bekommen hat: Am 18. Oktober findet erneut eine Kräuterwanderung mit Frau Zürrlein statt, diesmal bei Frauenberg. Weitere interessante Angebote finden Sie in den Wanderterminen.


Ihre Familie Schmitz

 

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